Eine neue Website löst nicht jedes Akquiseproblem. Dieser Vergleich zeigt Dir, wann eine Unternehmenswebsite, eine Landingpage oder das SalesPage®-Verkaufssystem für Dein KMU die passende Wahl ist.
Deine Website zeigt Leistungen, Team und Kontaktmöglichkeiten. Trotzdem fehlen passende Anfragen. Jetzt liegt ein Angebot für einen kompletten Relaunch auf dem Tisch. Bevor Du zusagst, lohnt sich eine andere Frage: Braucht Dein Unternehmen wirklich einen neuen Internetauftritt – oder einen klareren Weg vom Interesse zum Verkaufsgespräch?
Eine SalesPage® als Alternative zur Website kann sinnvoll sein, wenn Du ein bestimmtes Angebot gezielt vermarkten möchtest. Sie ersetzt aber nicht automatisch alles, was eine Unternehmenswebsite leistet. Entscheidend ist nicht die schönere Oberfläche, sondern die Aufgabe, die Du lösen willst. Dieser Vergleich hilft Dir, das nächste Vorhaben danach auszurichten.
Website, Landingpage und Verkaufssystem lösen verschiedene Aufgaben
Eine Unternehmenswebsite kann mehreren Zielgruppen dienen. Interessenten informieren sich über Leistungen, Bewerber suchen offene Stellen und bestehende Kunden benötigen Kontaktdaten. Diese Breite ist kein Fehler. Sie ist sinnvoll, wenn Dein Unternehmen unterschiedliche Informationen zugänglich machen muss.
Eine Landingpage meint im Kampagnenmarketing dagegen eine Seite mit einem konkreten Handlungsziel. Sie erklärt beispielsweise ein Beratungsangebot und führt zur Anfrage. Diese Arbeitsdefinition beschreibt auch der Fachbeitrag von Unbounce. Eine Landingpage kann technisch durchaus innerhalb einer bestehenden Website liegen.
Für Deine Entscheidung hilft diese Unterscheidung:
- Unternehmenswebsite: Sie bildet Dein Unternehmen und seine verschiedenen Informationsangebote ab.
- Landingpage: Sie konzentriert sich auf ein Angebot und einen klar benannten nächsten Schritt.
- Verkaufssystem: Es verbindet die Angebotsstrategie mit der Ansprache, der Zielseite und einem geplanten Umgang mit Interessenten.
Du vergleichst also nicht einfach drei Arten von Webdesign. Du vergleichst unterschiedliche Projektumfänge. Eine gute Website kann verkaufsorientierte Seiten enthalten; ein Verkaufssystem kann eine bestehende Website ergänzen.
Wann Du zuerst in Deine Unternehmenswebsite investieren solltest
Priorisiere die Website, wenn zentrale Unternehmensinformationen fehlen oder nicht mehr stimmen. Vielleicht sind Deine Leistungen kaum beschrieben, wichtige Standorte fehlen oder das Team kann Inhalte nicht selbst aktualisieren. Dann hat der Internetauftritt ein eigenständiges Problem, das eine einzelne Kampagnenseite nicht vollständig löst.
Auch bei mehreren stark unterschiedlichen Angeboten solltest Du eine verständliche Struktur erhalten. Wer noch nicht weiss, welche Dienstleistung passt, braucht Orientierung. Eine ausschliesslich auf ein Beratungspaket ausgerichtete Seite beantwortet diese breitere Frage möglicherweise nicht.
Für die Auffindbarkeit über Suchmaschinen können hilfreiche Inhalte und eine nachvollziehbare Seitenstruktur relevant sein. Der SEO-Leitfaden von Google erklärt, wie Suchmaschinen Inhalte verstehen und Menschen sie finden können. Er verspricht weder eine Aufnahme jeder Website in den Index noch automatisch Spitzenpositionen.
Eine neue Website ist deshalb sinnvoll, wenn Du ihre Aufgaben konkret benennen kannst. «Moderner aussehen» ist als einziges Projektziel zu wenig. Wie Du fehlende Anfragen genauer einordnest, zeigt der Artikel Warum viele Websites nicht verkaufen.
Wann eine einzelne Landingpage bereits ausreicht
Eine Landingpage kann die passende Ergänzung sein, wenn Dein Angebot bereits klar ist und Du die Vermarktung selbst organisierst. Du weisst, wen Du erreichen willst, kannst die Inhalte liefern und hast einen verlässlichen Ablauf für eingehende Anfragen. Es fehlt hauptsächlich die passende Zielseite.
Angenommen, Du bewirbst eine bestimmte Erstberatung. Dann sollte die Zielseite genau diese Beratung erklären, statt Besucher zunächst durch sämtliche Leistungen zu schicken. Google empfiehlt für Anzeigen und Landingpages, Angebot und Handlungsaufforderung aufeinander abzustimmen. Das ist eine Empfehlung zur Gestaltung, keine Garantie für Aufträge.
Prüfe deshalb, ob Du tatsächlich ein umfassendes System benötigst. Vielleicht reicht es, eine bestehende Leistungsseite zu überarbeiten und einen eindeutigen Anfrageweg einzubauen.
Falls Du allerdings noch nicht erklären kannst, für wen Dein Angebot gedacht ist und welche Entscheidung die Seite ermöglichen soll, beginne nicht mit dem Layout. Der Ratgeber zum verständlichen Dienstleistungsangebot hilft Dir, zuerst diese Grundlage zu klären.
Was SalesPage® über eine einzelne Webseite hinaus umfasst
SalesPage® by WeAreAgent ist ein Verkaufssystem aus Angebotsklarheit und Strategie, Videos, Landingpage, Anzeigen sowie Begleitung. Der Unterschied zur isolierten Seitenerstellung liegt im Zusammenspiel dieser Bestandteile. Es geht nicht nur darum, Inhalte online zu stellen, sondern ein konkretes Angebot gezielt zu vermarkten.
Videos können dabei Deinen Beratungsansatz erläutern oder zeigen, wie eine Zusammenarbeit abläuft. Sie sind kein Selbstzweck. Entscheide für jede Aufnahme, welche Frage sie beantwortet, und halte die wesentlichen Angebotsinformationen auch im Text verständlich. Eine pauschale Umsatzwirkung von Videos lässt sich daraus nicht ableiten.
Ein solcher Projektumfang kann passen, wenn Dein Engpass vor der Seite beginnt: Du brauchst Unterstützung bei der Positionierung des Angebots, bei der Ansprache und bei der Umsetzung der Vermarktung. Er ist weniger passend, wenn Du lediglich eine Kontaktseite erneuern willst.
Die Unternehmenswebsite muss dafür nicht verschwinden. Sie kann weiterhin das Gesamtunternehmen erklären, während die Landingpage das beworbene Angebot vertieft. Wie diese Schritte zusammenhängen, beschreibt der Ratgeber zum Verkaufsfunnel für Schweizer KMU.
Hypothetisches Beispiel: Beratung für die Nachfolgeplanung
Stell Dir ein Schweizer Beratungsunternehmen vor, das Unternehmensnachfolge, Strategie und Organisationsentwicklung anbietet. Die bestehende Website erklärt diese Leistungen verständlich. Das Unternehmen möchte nun gezielt Inhaber erreichen, die ihre Nachfolge vorbereiten wollen. Dieses Beispiel ist vollständig hypothetisch und beschreibt keine gemessenen Ergebnisse.
Die neue Website wäre nicht das erste Vorhaben
Ein Relaunch würde zunächst alle Leistungsbereiche neu darstellen. Das wäre angemessen, wenn die Website insgesamt unbrauchbar wäre. Im Beispiel liegt die eigentliche Aufgabe aber enger: Ein bestimmtes Einstiegsangebot soll verständlich werden und passende Gespräche ermöglichen.
Das Unternehmen definiert dafür eine Nachfolge-Standortbestimmung. Die Seite erklärt, welche Fragen besprochen werden, welche Vorbereitung nötig ist und was die Beratung ausdrücklich nicht ersetzt. Ein kurzes Video zeigt den geplanten Ablauf, ohne einen erfolgreichen Unternehmensverkauf zu versprechen.
Der Anfrageweg gehört zur Planung
Die Anzeige verweist direkt auf dieses Angebot. Das Formular könnte nach den Kontaktdaten drei kurze Fragen stellen:
- Welche Rolle hast Du im Unternehmen?
- In welchem Zeitraum möchtest Du die Nachfolge angehen?
- Welche Frage möchtest Du in der Standortbestimmung klären?
Nach der Anfrage prüft eine benannte Person die Passung und vereinbart gegebenenfalls ein Gespräch. Vor dem Start wird geklärt, wer Anfragen bearbeitet und wie mit unpassenden Anliegen umgegangen wird.
Organisiert das Unternehmen Angebot, Anzeigen, Video und Anfragebearbeitung selbst, könnte eine einzelne Landingpage ausreichen. Braucht es Unterstützung bei den zusammenhängenden Vermarktungsaufgaben, ist ein Verkaufssystem eine prüfenswerte Option. Die Website bleibt in beiden Fällen die Übersicht über das gesamte Beratungsunternehmen.
Vergleiche Aufwand und Erfolg auf derselben Grundlage
Vergleiche Angebote nicht nur danach, wie viele Seiten sie enthalten. Ein Website-Projekt und ein Verkaufssystem können völlig verschiedene Leistungen abdecken. Lass Dir erklären, wer die Angebotsstrategie entwickelt, Inhalte erstellt, Anzeigen betreut und Anpassungen nach dem Start übernimmt.
Kläre auch Deinen eigenen Beitrag. Wer steht für Videos zur Verfügung? Wer gibt Aussagen frei? Wer führt Verkaufsgespräche? Ein fertig veröffentlichtes System ersetzt diese Verantwortung nicht. Berücksichtige neben externen Honoraren das Werbebudget und den internen Zeitaufwand.
Definiere Erfolg genauer als «mehr Kontakte». Eine Anfrage, eine fachlich passende Anfrage und ein Auftrag sind unterschiedliche Ereignisse. Die Google-Ads-Dokumentation zu qualifizierten und abgeschlossenen Leads unterscheidet solche Prozessstufen; der dort definierte Abschluss muss nicht zwingend ein Verkauf sein.
Für Dein KMU solltest Du deshalb konkret festlegen, was als passende Anfrage zählt und wann ein tatsächlicher Auftrag vorliegt. Prüfe ausserdem, ob Du die angefragte Leistung wirtschaftlich erbringen kannst. Mehr Anfragen allein beantworten weder die Frage nach dem Umsatz noch die nach dem Gewinn.
Checkliste: Was fehlt Deinem KMU wirklich?
Beantworte diese Fragen vor einem Relaunch oder einem Systemprojekt. Nimm dafür Deine bestehende Seite und ein konkretes Angebot, nicht nur eine allgemeine Vorstellung von «besserem Marketing».
- Unternehmensinformationen: Sind Leistungen, Ansprechpartner und Kontaktwege aktuell und verständlich? Wenn nicht, gehört die Website auf die Aufgabenliste.
- Angebotsklarheit: Kannst Du Zielgruppe, Nutzen und Grenzen eines Angebots erklären? Wenn nicht, beginne mit der Strategie.
- Zielseite: Finden Interessenten das beworbene Angebot direkt wieder? Wenn nicht, prüfe eine fokussierte Landingpage.
- Vermarktung: Kannst Du geeignete Ansprache, Inhalte und Anzeigen selbst planen und betreuen? Wenn nicht, kläre den benötigten Umfang der Begleitung.
- Anfragebearbeitung: Ist eine Person verantwortlich und weiss sie, nach welchen Kriterien sie Anfragen einordnet? Wenn nicht, plane diesen Ablauf vor dem Start.
- Nutzbarkeit und Messung: Funktioniert der Anfrageweg auf dem Smartphone, und kannst Du Anfragen von Aufträgen unterscheiden? Prüfe beides praktisch.
Zur mobilen Nutzbarkeit empfiehlt Google einfache Navigation und leicht erreichbare Kontaktmöglichkeiten. Öffne Deine Seite deshalb selbst auf einem Smartphone und durchlaufe den vollständigen Anfrageweg.
Dein nächster Schritt: Den Engpass vor dem Projekt klären
Du musst Dich nicht grundsätzlich gegen eine Website oder für SalesPage® entscheiden. Benenne zuerst, welche Aufgabe heute ungelöst ist. Eine bestehende Website mit einer passenden Landingpage kann genauso sinnvoll sein wie ein grösseres Verkaufssystem.
Wenn Du diese Entscheidung für Dein Unternehmen einordnen möchtest, nutze den kostenfreien Wachstumscheck. Du gibst Deine Mailadresse und Telefonnummer an und erhältst eine Auswertung. Der Check ist kein verbindliches Umsatzversprechen, sondern ein nächster Schritt, um Deinen Bedarf zu klären.

Quellen & Vertiefung
Für die fachlichen Grundlagen dieses Beitrags wurden diese Quellen herangezogen.
- Google Ads: Optimize your ads and landing pages
- Unbounce: What is a landing page?
- Google Search Central: Search Engine Optimization Starter Guide
- Google Ads: About qualified leads and converted leads
Redaktion: WeAreAgent. Mit KI-Unterstützung erstellt. Beispiele dienen der Orientierung und sind keine Ergebnisgarantien.



